Häufige Fragen zur Abschaltung von DVB-T und Umrüstung von Hausanlagen auf alternative Technologien

Bin ich von der Abschaltung von DVB-T betroffen?

Das hängt davon ab, wie das TV­-Signal ihres TV-­Geräts empfangen wird. Verfügt ihr Fernsehgerät über einen eingebauten DVB­-T-­Receiver oder verwenden sie einen externen DVB­-T Empfänger, dann sind Sie von der Abschaltung betroffen. Wird Ihre TV-­Anlage jedoch über Sat-­Antenne oder Kabel­TV gespeist, sind Sie vom Auslaufen von DVB­-T verschont.

Müssen alle Fernsehgeräte im Haus getauscht werden?

Grundsätzlich nicht, es gibt für jede Art von Empfangsgerät eine technische Lösung. Viele Fernsehgeräte können jedoch noch kein DVB-T2 direkt empfangen und benötigen daher ein Zusatzempfangsgerät (Receiver). Abhängig von ihren Fernsehgeräten können der Aufwand und die Kosten für die Umstellung variieren. Daher lohnt es sich, sich Alternativen zu DVB-T2 / simplTV » anzusehen.

Mit welchen Kosten ist bei der Umstellung einer Gemeinschaftsanlage zu rechnen?

Die Kosten für eine Umrüstung sind von unterschiedlichen Faktoren abhängig und müssen von Fall zu Fall genau abgesprochen werden. In Abhängigkeit von der angeschlossenen Teilnehmeranzahl wird man eine kostenmäßig angepasste Lösung wählen. Achten Sie bei einer Beratung durch einen Techniker darauf, ob er mit Ihnen verschiedene Lösungsansätze bespricht oder stur eine Technologie bevorzugt. Als Orientierung haben wir für Sie eine Liste von Lösungsansätzen » zusammengestellt.

Gibt es eine Übergangsfrist bei der Abschaltung von DVB-T in der Programme noch empfangen werden können?

Ab 20. Oktober 2015 sind bereits ein Teil der Programme abgeschaltet. Vorläufig werden noch ORF 1, ORF 2 und ATV über DVB-T ausgestrahlt. Finden Sie hier weitere Termine » zur Abschaltung von DVB-T.

Wann wird DVB-T abgeschaltet?

Mit Mitte Jänner 2016 soll das Programm ATV und gegen Ende des Jahres 2016 auch die verbliebenen ORF-­Programme abgeschaltet werden. Die Informationspolitik der betreffenden Organisationen wird von Konsumenten zurecht kritisiert. Wenn Sie Betreiber einer TV-Hausanlage sind, kann diese Frage womöglich in einer telefonischen Erstberatung » geklärt werden.

Ich bin bestehender DVB-T Kunde. Muss ich auf simpliTV / DVB-T2 umsteigen?

Nein, Sie sind keineswegs verpflichtet auf simpliTV / DVB-T2 umzusteigen. Ihre individuelle Empfangssituation kann dies jedoch notwendig machen, weil zum Beispiel kein Satelliten-Signal empfangbar oder kein Kabel-TV vorhanden ist. Allerdings ist auch Vorsicht bei der Empfangsqualität von DVB-T2 / simpliTV geboten: wenn Sie bis jetzt mit einer passiven Zimmerantenne (Stabantenne) empfangen, kann es sein, dass zumindest eine aktive Zimmer- oder überhaubt Dachboden­antenne (Aussenantenne) benötigt wird. Denn die Empfangsart DVB­-T2 ist wesentlich empfindlicher als normales DVB­-T und braucht stabilere Empfangsvoraussetzungen.

Unsere Gemeinschaftsanlage basiert auf DVB-T. Welche Alternativen gibt es?

Für eine Gemeinschaftsanlage ist die oftmals langfristigste Lösung der Empfang über Satellit. Wenn notwendig, kann eine Umsetzung auf PAL-­Empfang für die wichtigsten Programme erfolgen. Eine Umsetzung auf DVB­-C ist aber üblich. Damit können für fast jeden Flachbildfernseher beste Empfangsvoraussetzungen geschaffen werden. Nutzen Sie die Möglichkeit der telefonischen Erstberatung », um eine auf Ihre Situation langfristig gute und kostengünstigste TV-Hausanlage zu besprechen.

Sind bei einer Modernisierung unserer gemeinsamen Wohnhaus-TV-Anlage bauliche Änderungen (z.B. neue Verkabelung) notwendig?

Bei Umstellung auf PAL­ oder DVB-­C Aufbereitung kann die alte Verkabelung in den meisten Fällen weiterverwendet werden. Ziehen Sie bei einer Modernisierung Ihrer TV-Hausanlage also auch immer die Kosten der möglicherweise arbeitsintensiven Verkabelung in Betracht. Ein in Ihrem Sinne arbeitender Techniker wird mit Ihnen den Aspekt der Verkabelung besprechen.

Welche Vorteile ergeben sich aus einer Umstellung unserer TV-Hausanlage auf eine andere Technologie?

Folgende Vorteile ergeben sich in der Regel durch den Umstieg von DVB-T auf andere Technologien »:

Wird der Umstieg auf simpliTV für eine Mehrparteienanlage empfohlen?

Hier gilt die Antwort: wenn andere Empfangsarten möglich sind, grundsätzlich nein. Warum? Einerseits sind wenige technische Lösungen für eine zentrale Haus-Aufbereitung von DVB-T2 verfügbar. Andererseits sind diese Lösungen in der Anschaffung relativ teuer.

Ist die Umstellung unserer Hausanalge auf simpliTV (DVB-T2) machbar?

Ja, die Umstellung ist wahrscheinlich möglich, wenngleich andere Empfangsarten » speziell für eine Hausanlage günstiger und langfristig investitionssicherer gelten. Bei einer zentralen DVB-T2 Gemeinschaftsanlage benötigt jeder Empfänger entweder ein DVB­-T2-fähiges Endgerät, ein DVB-T2-Modul für den CI-Steckplatz oder einen externen DVB­-T2 (SimpliTV) ­Receiver.

Die Zimmer unseres Seniorenheims sind mit DVB-T basierten Fernsehen ausgestattet. Müssen wir nun neue TV-Geräte anschaffen?

Nein, das ist nicht nötig. Alle Fernsehanlagen benötigen aber zumindest einen zusätzlichen DVB-T2-Empfänger (z.b. zusätzliche simpliTV Box). Falls Sie auf DVB-T2 / simpliTV umstellen wollen, ist allerdings Vorsicht geboten: da DVB-T2 / simpliTV weit empfindlicher als das nun abgeschaltete DVB-T ist, kann es sein, dass DVB-T2 / simpliTV nicht mehr wie bisher über eine schlichte Zimmerantenne empfangbar ist. Ziehen deshalb günstigere Alternativen » in Betracht.

Mit welchen Änderungen sind unsere Mieter bei der Umstellung von einer zentralen DVB-T-Anlage auf eine neue Technologie konfrontiert?

Es gibt sinnvolle Lösungsmöglichkeiten bei denen der Mieter oder Wohnungseigentümer kaum Veränderungen vornehmen muß. Im Grunde genommen will niemand zusätzliche Geräte, eine weiter Fernbedienung oder lästige Verkabelungs- oder gar Bohrarbeiten haben. Üblicherweise ist jeder Teilnehmer auch dankbar, wenn die gewohnte Senderreihenfolge erhalten bleibt. Denken Sie daher bei einer Umstellung auch auf die oben angeführten Aspekte.

Warum lohnt sich die Modernisierung einer TV-Hausanlage von DVB-T auf einen neuere Technolgie?

Für Betreiber von TV-Gemeinschaftsanlagen — sprich Wohnhäuser, Seniorenheime, Hotels — sind die Umstellungskosten, die Investitionssicherheit sowie der Wartungsaufwand ausschlaggebend. Bei gleichen Bedingungen ist im Hausanlagenbereich oftmals der Empfang über Satellit und die Aufbereitung als DVB-C Preis-Leistungs-Sieger.

Auf welche Aspekte ist bei der Modernisierung einer TV-Hausanlage zu achten um eine zukunftssichere, wartungseffiziente und kostenschonende Lösung zu gewährleisten?

Bei einer Umstellung ist auf eine Reihe von Aspekten zu achten, die zu einigen Teilen auch auf dieser Fragen-Antworten-Seite thematisiert werden. Hier nochmals eine kurze Zusammenfassung

Ein Tipp: beauftragen Sie einen wirklichen Fachmann! Obwohl viele Elektiker Dienstleistungen im TV-Bereich mitanbieten, so ist in diesem Fall doch der Gang zu einem echten Kommunikationselektroniker anzuraten, wenn Sie eine zukunftssichere, wartungseffiziente und kostenschonende Lösung erreichen möchten. Ein Kommunikationselektroniker ist mit allen zur Verfügung stehenden Technologien vertraut, hat entsprechende technische Hilfsmittel (z.B. TV-Messgeräte) und verfügt über die notwendige Erfahrung in diesem Spezialgebiet.

Wir müssen unsere DVB-T basierte TV-Gemeinschaftsanlage modernisieren. An welche Betriebe soll ich mich wenden und auf welche Aspekte sollte ich achtgeben?

Meist ist ein Kommunikationselektroniker in Ihrer Nähe der optimale Ansprechpartner. Sie können auf der Plattform der Kommunikationselektroniker » nach einem lokalen Anbieter suchen.

Ab wann sind diverse Sender nicht mehr über DVB-T empfangbar?

ATV wird ab ca. Mitte Jänner 2016 abgeschaltet. ORF 1 und ORF 2 St wird voraussichtlich ab Herbst des Jahres 2016 abgeschaltet.

Wird DVB-T2 / simpliTV eine ähnlich kurze Lebensdauer wie DVB-T haben?

Das kann man derzeit leider nicht beantworten. Das nun auslaufende DVB­-T hatte allerdings eine sehr geringe Lebensdauer, was zurecht für Verärgerung in Österreich gesorgt hat. Außerdem soll bedacht werden: simpliTV wird nur von einer Organisation angeboten. Die Lebensdauer hängt also von den Geschäftsentscheidungen dieser ab.